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Nach der 4-Track CD "Love Again" von 2004 hat die Darkmetal Band CRYSTAL CROW mit "Unearth the Dark" nun ihre zweite CD nachgelegt. Die Aufnahmen entstanden letztes Jahr (August 2006) in den Klangschmiede E-Studios unter Leitung von Markus Stock und Tobias Schoenemann alias Ulf Theodor Schwadorf und Allen B. Konstanz, besser bekannt als Musiker der Band THE VISION BLEAK. Dementsprechend kann sich das Ergebnis hören, bzw. sehen lassen.

Die CD ist ausgestattet mit einer excellenten, transparenten wie auch druckvollen Produktion, die jeden Ansprüchen genügt. Die CD wird in einem schwarzen Pappschuber ausgeliefert, Inlaycard und Cover sind überwiegend schwarz bzw. in Grautöne gehalten, welche zudem die melancholische oder auch düstere emotionale Grundstimmung oder Gefühlswelt der Songs von CRYSTAL CROW transportieren. Mit "Unearth The Dark" möchte die süddeutsche Darkmetal Band ihre innere Dunkelheit ans Licht bringen, ihre düsteren und traurigen Gefühle nach außen transportieren, um sie ihren Hörern zu offenbaren. Es sind Songs über Verlust und Trauer, Angst, Verzweiflung und Hoffnungslosigkeit. Texte, die alle unterschiedlichen Grautöne dunkler Emotionen des menschlichen Daseins offenlegen.

Nach "Love Again (2004)" setzen nun CRYSTAL CROW mit "Unearth The Dark" den eingeschlagenen Weg zielstrebig fort. Musikalisch noch intensiver als die erste CD wurde zudem noch mehr Wert auf die Kompostion gelegt. Aber wie klingt Darkmetal aus dem Hause CRYSTAL CROW nun anno 2006? Die Instrumentierung der druckvoll produzierten Gitarre von Andreas Weßlowski ist fest verwurzelt im Metalbereich und bildet mit Bass und Schlagzeug das Grundgerüst der sieben Songs der CD. Durch den genretypischen Einsatz des Keyboards und der äußerst variablen Stimme von Dirk "Whych" Binder rücken die Songs in die Dark/Gothic Richtung. Dirk "Whych" Binder hat ein großes stimmliches Spektrum und kann somit Fans verschiedener Metalrichtungen bedienen. Von tiefem emotionalen Gesang der Marke TYPE O NEGATIVE oder 69 EYES, über Growls bis zu hohem Gesang verfügt die Band über einen überzeugenden und professionellen Vertreter seines Fachs. Eine weitere Facette des Sounds wird von Simon Hassemer, der Keyboarder der Band zum Gesamtsound hinzugefügt. Er bedient sich melodischen, teilweise düster melancholischen Sounds und Themen, wie sie auch in manchen Horrorfilmen zitiert werden.

Einzelne Songs hervorzuheben ist schwer. Nehmen wir mal "Inside", stellvertretend für alle Lieder, mein persönliches Highlight auf dieser CD. Langsamer, getragener Anfang mit tiefer, emotionaler Stimme. Einsetzende Keyboards, Spannungaufbau, der in einem zweistimmigen Refrain gipfelt. Nach Ende des Refrains dann eine schöne melancholische Melodie, die den Hörer mit geschlossenen Augen an einen anderen Ort schweben lässt.

Die Geschwindigkeit der Songs ist durchgehend im "Midtempo" Bereich gehalten. Würde die Band ab und an das Tempo noch mehr variieren, könnte man meiner Meinung noch mehr Dynamik, noch mehr Spannung erzielen. Aber das nur nebenbei.

"Unearth The Dark" ist ein starkes Album geworden! Anhänger von Dark/Gothic Metal werden definitiv auf ihre Kosten kommen. Wer die Möglichkeit hat, die Band live zu sehen, sollte das umgehend tun. Denn gerade auch live kann die Band mit ihren dunklen und düsteren Kompostionen überzeugen!

Sven ( Diese E-Mail-Adresse ist gegen Spam-Bots geschützt, du musst Javascript aktivieren, damit du sie sehen kannst )
 
 
 
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