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“Gothic vs. Metal” So in etwa kann man die Stilrichtung der Jungs von Crystal Crow beschreiben. Die 2003 gegründete Band aus Süddeutschland lässt mit „Unearth the Dark“ bereits zum zweiten Mal von sich hören. Nach ihrem Aufbruch mit "Love Again" haben die fünf Süddeutschen jetzt eindeutig ihren Weg gefunden. Stilsicher und klar geben sie ihre Richtung an und bringen im übertragenen Sinne „das Dunkle ans Licht“.
 
Mit "Unearth the dark" verabreichen Crystal Crow ihren Hörern eine schwere Kost die jedoch nicht im Magen liegen bleibt. Eine satte Produktion zeigt die komplette Bandbreite des musikalischen Potentials. Eine gewagte Mischung aus sanften, düsteren fast melancholischen Tönen und dynamisch packendem Metal wird wie selbstverständlich aufgetischt. Besonders auffallend auch hier wieder der Gesang von Dirk „Whych“ Binder. Er mischt gekonnt alle Zutaten in den Gesangstopf und bringt abwechselnd tiefes Growlen, düstere und tiefe Töne um das Ganze dann mit einer Passage fast schon progressiven Gesang abzuschmecken. Als Beilage bekommt man einen dichten Sound, zu dem vor allem der Gitarist Andreas Weßlowski beiträgt. Er stellt sich als Pendant zum Gesang heraus und meistert, passend zu Whych die gesamte Bandbreite rotzfrech an den Saiten.

Mit dem Menü auf "Unearth the dark" heben sich Crystal Crow in die Liga der Sterneköche und stellen sich ganz selbstverständlich neben Bands wie Moonspell, My Dying Bride oder The 69 Eyes. Letzenendes ein „perfektes Dinner“ das keine Wünsche offen lässt.

Wer nach dem hören des Silberlings auf den Geschmack gekommen ist, solle sich Crystal Crow auf keinen Fall auf der Bühne entgehen lassen. Neben dem musikalischen, sind die fünf Jungs auch ein optischer Leckerbissen und bringen live die Masse zum kochen.

Reviewer: Isabel Geiger
Bewertung: 8 von 10 Punkten
 
 
 
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