LIVEBERICHT: Pure Metal-Night 2007 Stuttgart (Squealer-rocks.de)
Da sind Crystal Crow aus der Fächerstadt Karlsruhe, die das heutige Kontrastprogramm stellen, schon wesentlich abgebrühter, schauen sie doch auf eine für Underground-Verhältnisse sehr erfolgreiche Karriere mit zwei tollen Veröffentlichungen zurück. Angeführt von der Stimmgewalt des Dirk Binder, der all das aus seinem Organ herausholt für das manche andere Combo einen zweiten Sänger bräuchte, setzen die fünf Düsterlinge auf eine 180 Grad Drehung zu ihren Vorreitern und können sich über einen relativ großen Zulauf freuen. Steht zunächst gerade mal eine knappe Hand voll Zuseher in gespannter Erwartungshaltung auf der so genannten "Tanzfläche", so füllt sich das Areal im Verlauf des ersten Songs beachtlich. Und das auch vollkommen zurecht!
Fernab von den mittlerweile ausgeschlachteten Gothic-Klischees bewegen sich die Badener, bei denen die blonden Haare des Gitarristen einem Farbtupfer gleichen, auf dem schmalen Grat der Teilzugehörigkeit. Unverfroren wechselt man so vom Gothic in den Dark Metal Sektor und von dort aus in den Black Metal, ohne dass sich in dieser Symbiose irgendwelche Unstimmigkeiten bemerkbar machen. Den Hauptbestandteil des, für den Sänger "straffen", Zeitplans bildet selbstredend das exzellente und vielschichtige Material des Debüt-Longplayers UNEARTH THE DARK, aber auch mit dem einen oder anderen etwas älteren Schmankerl wie dem eingängigen "Corruption" macht der Tross auf sich aufmerksam und erntet abschließend überaus lautstarke Zugabeforderungen. Wer braucht da noch Primordial oder Moonspell, wenn sich in den eigenen Herrenländern eine ebenso schlagkräftige und gewissermaßen unabhängig klingende Band vorfindet?

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