LIVEBERICHT: Regiomusik-Festival, Freiburg

Mit einem episch klingenden Intro kündigte sich die Karlsruher Band Crystal Crow an und überzeugte das zahlreich versammelte Metalpublikum von der ersten Sekunde an mit einem druckvollen, sauberen Sound. Natürlich ließ dies erste Banger (unter anderem meine Wenigkeit) in Aktion treten. Der Titel-Song des aktuellen Albums "Love Again" wirkte on stage viel energiegeladener und wuchtiger als auf der Platte, was allemal für die Live-Qualitäten der Band spricht. Durch langsame Keyboardpassagen und Gitarrenspiel im Midtempobereich fand stetig ein dynamischer Wechsel statt, welcher treibend durch die gut zu hörenden Drums untermalt wurde. Der Gesang des Sängers Whych erinnert in den Tieflagen an Peter Steele von Type O Negative und wurde außerdem durch kreischende Einlagen gepaart mit klar gesungenen Passagen in jeglicher Stimmlage komplettiert, was einige Möchtegern-Vokalisten wohl ins Staunen versetzte. Auch optisch wurde einiges auf der Bühne geboten. Whych überzeugte mit zur Stimmung passendem Stage-Acting, gleichzeitig wurde er dabei durch seine bangenden Kollegen unterstützt, was die Wirkung nicht verfehlte und sich sofort auf die Menge übertrug. Crystal Crow sah man an, dass die Songs in Fleisch und Blut übergegangen sind und wirklich gefühlt werden, was meiner Meinung nach für eine gelungene Performance unabdingbar ist. Vor Release der neuen Platte wurde schon mal vorab der neue Song "Wasteland of my Soul" zum Besten gegeben. Treibende Bassläufe mit markanten Gitarren-Riffs kennzeichneten den Song und ließen nicht nur die Musiker an den Seiten ins Schwitzen kommen. Alles in allem ein gelungener Gig, der mit kräftigem Applaus honoriert wurde und ein Highlight des Abend bildete.

Quelle: http://www.regiomusik.de/

 
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