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CRYSTAL CROW können schon auf fünf Jahre bewegter Geschichte zurückblicken. 2003 von DIRK BINDER (voc.), RALF BRAUN (drums) und SEBASTIAN MÜSSIGMANN (bass) gegründet, spielte man zusammen mit seinen weiteren Bandmitgliedern ANDREAS WESSLOWSKI (guit.) und SIMON MARIA HASSEMER (keys) im Vorprogramm von CREMATORY, NOCTE OBDUCTA, EISHEILIG, LACRIMAS PROFUNDERE und vielen anderen Szenegrößen. Nach der Veröffentlichung einer EP steht mit „Unearth The Dark“ das erste Volllängen-Album in den Startlöchern. Volle Länge ist dabei relativ, denn die sieben Songs bringen es zusammen gerade mal auf eine gute halbe Stunde.
Das soll der Qualität aber keinen Abbruch tun, denn das, was die Karlsruher da zu Gehör bringen, weiß durchaus zu überzeugen. Gut produzierter Darkmetal brettert aus den Boxen. Das kennen wir nun eigentlich zu Genüge – CHRYSTAL CROW heben sich allerdings wohltuend aus dem düstermetallischen Einheitsbrei heraus. Sänger DIRK präsentiert sich außergewöhnlich vielfältig. Mal werden Erinnerungen an MOONSPELLs FERNANDO wach, dann klingt der Gesang ein wenig nach AXXIS’ BERNHARD und in der nächsten Sekunde könnte auch THE 69 EYES-Frontman JYRKI am Werk sein. Sehr gut gemacht! Zu überzeugen weiß auch die musikalische Umsetzung. Jeder Song steht für sich selbst und besticht durch durchaus vertracktes Songwritig ohne dabei die eingängigen Melodien zu vergessen. Schade, dass die Schwaben bislang kein Label finden konnten. Mit diesem überzeugenden Auftritt empfehlen sich die Jungs auf jeden Fall.
Erschienen ist „Unearth The Dark“ übrigens schon im Jahr 2006. Die Band hat die Promotionmaschinerie aber nun noch einmal so richtig angeworfen. Wäre ja auch schade, wenn so eine Klasse-Album im Regal verstauben würde. Kaufen könnt ihr die Scheibe auf der Website der Band.

Punkte: 9 von 10
Freya
 
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